Sprachpsychologie

Im Mittelpunkt meiner Forschung steht die Ausarbeitung einer dialogischen und kulturhistorischen Konzeption von Sprache im Allgemeinen und Schreiben im Speziellen. Ich nehme Bezug auf ein dialogisches Paradigma von Sprache, das historisch in sprachwissenschaftlichen und sprachpsychologischen Arbeiten aus den 1920er und 1930er Jahre entstanden ist - Lev P. Jakubinskij, Lev S. Vygotskij, Valentin N. Vološinov, Michail M. Bachtin und Karl Bühler sind hier wichtige Theoretiker. Neben diesen historischen Einflüssen beziehe ich meine Arbeit außerdem auf Ansätze in Sprachwissenschaft und Psychologie, die die sprachliche Tätigkeit unter dem Gesichtspunkt ihres situativen und soziokulturellen Kontexts betrachten.

Ein solches dialogisches Paradigma rückt die sprachliche Tätigkeit von Menschen in den Fokus, d.h. Sprache wird unter dem Aspekt ihres Geschehens und ihrer jeweiligen Gestalt untersucht. Methodisch arbeite ich mit Mikroanalysen von gesprochenem oder geschriebenem sprachlichen Material, oft in Kombination mit Videokonfrontation und Gesprächsanalyse.